Der Januar hatte es ganz schön in sich. Es war ein Monat voller erster Male, neuer Erkenntnisse und ehrlicher Selbstreflexion. In diesem Rückblick möchte ich teilen, was mich vorangebracht hat, was mich herausgefordert hat und worauf ich im nächsten Monat meinen Fokus legen möchte.

Monatsrückblick Januar
Manchmal merkt man erst im Rückblick, wie viel eigentlich passiert ist. Wie viele kleine Schritte man gegangen ist, wie viele Gedanken sich sortiert haben und wie viel Mut in Momenten steckt, die sich zwischendurch ganz unspektakulär anfühlen.
Der Januar war für mich genau so ein Monat. Ein Monat voller erster Male, leiser Erkenntnisse und der Frage, wie viel Raum ich mir selbst eigentlich erlaube.
In diesem Rückblick nehme ich dich mit durch meinen Start in die Blogwelt, durch kreative Phasen, Zweifel, Pausen und durch das langsame Lernen, achtsamer mit mir und meinem Alltag umzugehen. Vielleicht findest du dich in manchen Gedanken wieder. Vielleicht liest du einfach still mit. Beides ist vollkommen okay.
Das hat mich vorangebracht
Mein erster Blog – ein großer Schritt
Ich habe meinen Blog eröffnet. Meinen allerersten überhaupt. Allein das fühlt sich immer noch ziemlich groß an. In diesem Monat sind bereits zwei Beiträge online gegangen und den Beitrag, den du gerade liest, ist schon Nummer drei. Darauf bin ich ehrlich gesagt ziemlich stolz.
Bloggen als Ventil und Kraftquelle
Besonders gutgetan hat mir das Schreiben selbst: Gedanken sortieren, Dinge in Worte fassen, reflektieren. Dabei habe ich wieder gemerkt, wie sehr mir Kreativität gefehlt hat und wie sehr sie mich gleichzeitig trägt.
Ob Zeichnen, Malen, Dekorieren, mit Farben arbeiten oder aktuell vor allem das Nähen: Ich bin gerade in einem kreativen Flow und habe in kurzer Zeit mehrere Nähprojekte umgesetzt. Ich nutze diesen Prozess bewusst, solange er da ist. Ohne mir Druck zu machen, wie lange er anhalten muss.
Freizeit nach Gefühl statt nach Plan
Außerdem bin ich an einem Punkt angekommen, an dem ich mir erlaube, meine freie Zeit wirklich nach Lust und Gefühl zu gestalten. Abgesehen vom ganz normalen Familien- und Alltagschaos tue ich in meiner Freizeit das, worauf ich wirklich Lust habe und zwinge mich zu nichts.
Das fühlt sich neu an. Und vor allem: richtig gut!
Das hat mich zurückgeworfen
Technische Hürden beim Blogstart
So schön der Start war, ganz ohne Bauchschmerzen ging es nicht. Vor allem die technische Seite der Blog-Eröffnung (Website, Hosting und alles drumherum) hat mich zeitweise ziemlich gestresst. Viel Neues, viel Unsicherheit und immer wieder diese Frage: Was mache ich hier eigentlich gerade?
Die Über-mich-Seite als innerer Konflikt
Ein großes Thema war auch meine Über-mich-Seite. Ich habe zwar bereits eine Version in der Zwischenablage, aber sie fühlt sich im Moment einfach nicht richtig an. Irgendwie passt sie nicht zu mir und meinem Blog, so wie er sich gerade entwickelt.
Das hat mich mehr beschäftigt, als ich gedacht hätte. Und mir lange ein mulmiges Gefühl im Bauch bereitet. Ich war kurz sogar soweit, wieder alles zu löschen.
Mein Nervensystem und der Umgang mit Pausen
Und dann ist da noch mein Körper, beziehungsweise mein Nervensystem. Auch wenn mir kreative Dinge unglaublich viel Freude machen, merke ich, dass ich weiterhin sehr viele Pausen brauche. Selbst beim Nähen, Zeichnen oder Dekorieren fällt es mir schwer, wirklich tief zu entspannen.
Erst jetzt habe ich angefangen, mir bewusst Gedanken darüber zu machen, wie viele Pausen ich eigentlich brauche und vor allem, wie sie aussehen müssen. Denn Pause machen heißt nicht automatisch, wirklich runterzufahren.
Pause, Selbstreflexion und Achtsamkeit – was bedeutet das eigentlich?
In diesem Monat habe ich gemerkt, wie wenig ich bisher darüber nachgedacht habe, was eine echte Pause für mich ist. Pause heißt nicht nur, sich hinzulegen oder sich kurz hinzusetzen. Und sie heißt auch nicht, „nichts zu tun“, während der Kopf weiter rotiert.
Eine wirkliche Pause beginnt dort, wo ich meinem Nervensystem erlaube, runterzufahren. Wo ich bewusst atme, meinen Körper wahrnehme und nicht schon gedanklich beim nächsten Projekt bin.
Selbst kreative Tätigkeiten, so erfüllend sie auch sind, ersetzen diese Art von Pause nicht vollständig. Auch dabei bin ich oft innerlich angespannt, konzentriert, im Tun.
Achtsamkeit bedeutet für mich gerade, das zu erkennen ohne mich dafür zu verurteilen. Ehrlich hinzuschauen, wie es mir wirklich geht und was ich gerade brauche. Vielleicht ist genau das der erste Schritt: mir Zeit zu geben, wieder zu lernen, was echte Erholung für mich bedeutet.
Aber was bedeutet Achtsamkeit nun genau?
Jeder spricht darüber, aber was heißt es nun wirklich achtsam sein und vor allem, wie setze ich das um?
Achtsamkeit klingt oft größer und komplizierter, als es eigentlich ist. Für mich beginnt sie viel leiser.
Achtsamkeit heißt, den Moment bewusst wahrzunehmen ohne ihn sofort bewerten oder verändern zu wollen. Es geht nicht darum, immer ruhig, ausgeglichen oder „perfekt im Jetzt“ zu sein. Sondern darum, ehrlich hinzuschauen:
- Wie geht es mir gerade?
- Was spüre ich in meinem Körper?
- Was brauche ich in diesem Moment wirklich?
Achtsamkeit ist kein Dauerzustand, sondern ein immer wieder Zurückkommen. Weg vom Autopiloten, weg vom Funktionieren, hin zu einem kurzen Innehalten. Sie bedeutet auch, freundlich mit sich selbst zu sein. Gerade dann, wenn es unruhig oder anstrengend ist.
Wie setze ich Achtsamkeit im Alltag um?
Achtsamkeit braucht keine extra Stunde am Tag und kein perfektes Setting. Sie entsteht in kleinen Momenten:
- Kurz innehalten: Mehrmals am Tag bewusst stoppen und sich fragen, wie du dich gerade fühlst – körperlich und emotional.
- Atmung wahrnehmen: Zwei oder drei tiefe Atemzüge, ohne etwas zu erzwingen.
- Körpercheck: Schultern locker? Kiefer angespannt? Füße fest auf dem Boden?
- Gefühle zulassen: Nicht alles sofort wegmachen oder „wegatmen“.
- Grenzen erkennen: Wahrnehmen, wann es genug ist und eine Pause gebraucht wird.
Achtsamkeit ist Übung
Gerade wenn man viel denkt, viel fühlt oder schnell überreizt ist, kann Achtsamkeit sich am Anfang ungewohnt oder sogar anstrengend anfühlen. Das ist völlig okay. Es geht nicht darum, es richtig zu machen, sondern darum, dranzubleiben. Sanft, neugierig, ohne Druck.
Vielleicht ist Achtsamkeit genau das: sich selbst immer wieder zuzuhören. Und ernst zu nehmen, was man hört.
Diese Dinge möchte ich im nächsten Monat besser machen
Im kommenden Monat möchte ich mir weiterhin keinen starren Plan auferlegen. Statt To-do-Listen und festen Zielen möchte ich mehr im Kontakt mit mir selbst bleiben und darauf hören, was gerade wirklich dran ist. Achtsamkeit im Alltag bedeutet für mich im Moment, langsamer zu werden und nicht alles sofort wissen oder entscheiden zu müssen.
Ich möchte bewusster mit meinen Kräften umgehen und früher wahrnehmen, wenn mein Körper nach einer Pause verlangt. Nicht erst dann, wenn nichts mehr geht, sondern schon bei den leisen Signalen. Pausen sollen für mich mehr sein als ein kurzes Innehalten. Sie dürfen echte Erholungsräume werden, in denen ich atme, loslasse und mein Nervensystem zur Ruhe kommen darf.
Außerdem möchte ich mir erlauben, achtsam zu gestalten: kreativ zu sein, ohne Leistungsdruck, zu schreiben, ohne Erwartungen, und mir Zeit zu lassen, auch mit mir selbst. Nicht alles muss sofort fertig oder klar sein. Manches darf sich entwickeln.
Diesen Raum für Achtsamkeit, Ruhe und Selbstfürsorge möchte ich mir im nächsten Monat ganz bewusst nehmen – Schritt für Schritt, in meinem eigenen Tempo.
Ein Moment für dich
Vielleicht hast du dich beim Lesen an der einen oder anderen Stelle wiedererkannt. Vielleicht stehst du selbst gerade an einem Punkt, an dem vieles neu ist, sich sortiert oder noch gar keinen Namen hat. Dann möchte ich dir sagen:
Du musst nicht alles sofort wissen. Du darfst dir Zeit lassen.
Achtsamkeit im Alltag beginnt oft genau dort, wo wir kurz innehalten und ehrlich hinschauen, bei uns selbst. Vielleicht nimmst du dir nach diesem Text einen Moment, um dich zu fragen, wie es dir gerade geht. Ob du eine Pause brauchst. Oder einfach ein bisschen mehr Freundlichkeit dir selbst gegenüber.
Danke, dass du dir die Zeit genommen hast, meinen Monatsrückblick zu lesen. Ich freue mich, wenn du mich auf diesem Weg begleitest und vielleicht auch deinen eigenen ein kleines Stück achtsamer gehst.
Fühl dich umarmt! Bis zum nächsten Mal! Ich freue mich auf Dich!
Deine Christina


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